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Chatbot Challenge
Chatbots sind Theatermaschinen: sie führen lebendige Dialoge, sie schlüpfen in Rollen, sie zeigen und erzeugen Gefühle.
In CHATBOT CHALLENGE treten zwei Performerinnen und ein Creative Coder mit Chatbots und anderen KI-Systemen gemeinsam auf die Bühne. Sie gehen der Frage nach: wie viel Theater steckt eigentlich in KI und wie viel KI-Theater haben Menschen bereits verinnerlicht? Ausgehend von der Grundsituation des Theaters – dem Live-Auftritt vor einem Publikum – beginnt eine intime Begegnung mit globalen KI-Systemen, ihren Möglichkeitsräumen und Verblendungsstrategien. Was passiert, wenn KI-Systeme Zugriff bekommen auf Video, Sound, Bühne, Licht, den Körper der Spieler:innen und die Reaktionen der Zuschauer:innen? Sind Chatbots die besseren Performer:innen? Und wie viel Arbeit steckt hinter ihrer Rolle?
CHATBOT CHALLENGE verhandelt exemplarisch die gesamtgesellschaftlichen Fragen und Herausforderungen der gegenwärtigen KI-Zeitenwende und untersucht dabei auch die Produktionsverhältnisse hinter der KI-Illusion: Wie können die profitorientierten und oft diskriminierenden Strukturen von KI verändert werden? Wie können KI-Systeme entmystifiziert und ihr Bias offengelegt werden? Und was können KIs selbst zu diesen Fragen beitragen?
mehrCommune AI 2.0 – Online-Performance
HAU Hebbel am Ufer (HAU4), Berlin & ARGEkultur Salzburg & Kleintheater Luzern
Online-Premiere: 01. November 20 Uhr, an anderen Tagen jeweils 18 Uhr und 21 Uhr
01. - 05. November 2023
Errorrama Festival/ Kleintheater Luzern & HAU Hebbel am Ufer (HAU4), Berlin & Kana Theater Stettin
23. - 24. Februar 2024
ARGEkultur Salzburg & HAU Hebbel am Ufer (HAU4), Berlin
22. - 25. April 2024
Wie lebt es sich im Kollektiv mit Künstlichen Intelligenzen? In der Online-Performance gründet das Publikum eine Kommune im digitalen Raum und bewohnt für 75 Minuten eine eigens entwickelte virtuelle Plattform. Die menschlichen Mitspieler:innen äußern politische Ziele, Wünsche sowie Erwartungen an das gemeinschaftliche Leben und die KIs machen Vorschläge zu ihrer Umsetzung. Wie bearbeiten die KIs Kommunenkonflikte rund um Geldverteilung, Putzpläne, Besitzverhältnisse, Machtfragen und Eifersucht? Die weiterentwickelte Version 2.0 bietet neue Features und Herausforderungen für die Online-Kommunard:innen und ihr gemeinschaftliches Zusammenleben mit KIs.
Sprache: wahlweise englisch oder deutsch
Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und Fonds Darstellende Künste e.V.
Trailer
Teaser
mehrND über „Commune AI“
Wohngemeinschaft am Nicht-Ort – In der Online-Performance »Commune AI« erprobt das Kollektiv Interrobang das Zusammenleben von Mensch und Technik
(…)»Commune AI« zeigt die Schwächen von Künstlicher Intelligenz, denn darüber, dass das Bild falsch ist, tauschen sich nur die Mitbewohner*innen aus, an die KI kann diese Kritik nicht herangetragen werden. Selbst Flaschendrehen macht mit einer KI keinen Spaß und einen Putzplan hat sie auch nicht erstellt. Als Texterin hingegen funktioniert GPT5 wesentlich besser. Aus ein paar Stichworten zaubert die KI im Handumdrehen ein »kommunales Manifest«. Der Wille zur Gemeinschaft kommt darin vor, Wünsche nach individuellem Freiraum und Klimafreundlichkeit. Wie bei anderen KI- generierten Inhalten ist es nicht möglich, die Worte im Manifest zu korrigieren. Zum Glück klingt die Idee eines Netzwerks, das sich gegenseitig stärkt, wirklich gut. Als Akt der Gemeinschaftsstärkung wird man sich später zum Thema Besitz positionieren müssen und dann wird es tatsächlich die Möglichkeit geben, auf absurd einfache Weise soziale Ungleichheiten auszugleichen. Ein bisschen zu schön, um wahr zu sein.
Berliner Zeitung über Interrobang und „Die Philosophiermaschine“:
Interrobang erfindet das interaktive Theater neu
(…) So viele und verschiedene Handlungsmöglichkeiten wie möglich an die Zuschauer zu machen, um sie aus ihrer Reserve, vielleicht auch Angst, sicher aber aus ihren festen Verhaltensmustern zu locken, sie zu öffnen für neue Situationen, das ist zweifellos das Wichtigste und Schwierigste an dem partizipativen Theater, wie Interrobang es sucht. Seit fast zehn Jahren experimientiert die Gruppe (…) an genau diesen Prozessen, die sie selbst lieber „Spiel mit theatraler Gemeinschaft“ nennen. (…)
(…) Kaum eine Truppe forscht so intensiv selbstkritisch an diesem realen-theatralen Bewusstwerden wie Interrobang. (…) Bloße Reisen zu sich selbst sind die Partizipationsspiele der Interrobangs nicht. Vielmehr wird man an die Oberflächenrisse der Wirklichkeit gelockt, die man sehen lernt durch das Spiel.
Performing Stories
Nina Tecklenburgs Buch über neue Erzählformen im Theater ist jetzt in einer englischen Übersetzung erschienen, herausgegen in Richard Schechners Reihe „enactments“ bei „Seagull books“: Performing Stories. Narrative as Performance.
Spuren lesen, Dinge sammeln, Erinnerungen kartografieren, um die Wette autobiografieren: Das Buch liefert eine neue Perspektive auf das Erzählen jenseits von Schriftsprache und Drama – ein Grundlagenwerk über das Erzählen im Gegenwartstheater.